Fête de l’Europe

30.05.2024

„Europa braucht einen Wachstumsmotor!“ Mit diesen Worten wendete sich der französische Staatspräsident Emmanuel Macron an sein Publikum. Auf dem Neumarkt in Dresden hatten sich 15.000 Jugendliche aus ganz Europa zusammengefunden. Deutschland, Polen, Tschechien und Frankreich – vier Nationen feierten Europa. Es war ein freudiges und optimistisches Bild, das sich Macron bei seinem Staatsbesuch in Dresden darbot. 

Die Jugend braucht Europa.

Europa ist ein Geschenk - gerade für junge Menschen. All die Vorteile, die ihnen die EU bietet, werden viel zu oft als immer schon dagewesene Selbstverständlichkeit wahrgenommen. Das ist ein fataler Trugschluss, wie die Jugendlichen in Großbritannien seit 2021 persönlich feststellen müssen. Obwohl 2016 weniger als ein Viertel der 18-24-Jährigen im Referendum für Europa stimmten, müssen heute alle mit den Konsequenzen dieses Votums leben.

Egal ob Ausbildung oder Studium - ein Auslandssemester ist für die jungen Briten seit 4 Jahren nicht mehr möglich. Ein Urlaub in Europa, das geht nur für maximal 3 Monate, natürlich nur mit Reisepass. In dieser Zeit sind Studienpraktika ebenso unzulässig wie ein Auslandsjob in den Semesterferien. Wer in Europa arbeiten möchte, braucht eine Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis. Viele Regularien, wenig Wachstumsmotor, um in den Worten von Macron zu bleiben. 

Europa braucht seine Jugend.

Friedrich Merz stimmt seinem politischen Freund vollkommen zu. Bereits am Wochenende machte der CDU-Parteivorsitzende in seiner wöchentlich erscheinenden MerzMail deutlich: „Der wichtigste Pfeiler eines guten und freundschaftlichen Miteinanders unserer beiden Länder ist die junge Generation.” Für ihn und für die CDU ist klar: „Deutschland und Frankreich sollten den Jugendaustausch wieder intensivieren. Der gegenseitige Schüleraustausch gehört ebenso dazu, wie die Möglichkeit, im jeweils anderen Land einen Teil der Schul- und Ausbildungszeit zu verbringen. Dazu müssen die Sprachkenntnisse auf beiden Seiten des Rheins wieder besser werden, und es wäre deshalb ein starkes Zeichen der Bundesregierung, in den Tagen des Besuchs zu entscheiden, die Goethe-Institute in Frankreich – anders als geplant – n i c h t zu schließen.”

Ampel baut Zusammenarbeit in Europa ab.

Der Bundesregierung scheint das nicht so wichtig. Auf der Ampel-Agenda steht, die Goethe-Institute in Frankreich zu schließen. Schon im vergangenen Jahr wurde die Förderung dieser wichtigen Bildungs- und Kultureinrichtung im Regierungs-Haushalt um nahezu 30 Millionen Euro gekürzt. Gegenanträge der CDU wurden abgelehnt. Aus Sicht der Union wäre es ein starkes Zeichen der Bundesregierung gewesen, in den Tagen des Besuchs zu entscheiden, diese Goethe-Institute in Frankreich – anders als geplant – nicht zu schließen. 

Macron: Europa braucht den Wachstumsmotor “Junge Generation”

Emmanuel Macron machte bei seinem Staatsbesuch – dem ersten offiziellen seit 24 Jahren – deutlich: Europa ist eine Geschichte von Frieden, Wohlstand und Demokratie. Damit die Geschichte weitergeht, braucht es genau diesen Wachstumsmotor für künftige Generationen. Es ist an der Zeit, in Wirtschaft, Forschung und Klimaschutz zu investieren. 

Diese Position teilt er mit Friedrich Merz. In seinem Gastbeitrag im britischen Economist wendet sich der CDU-Parteivorsitzende insbesondere an die Jugend und Erstwähler. Es geht jetzt darum, umzudenken. Unser Europa braucht eine neue Kultur des Wachstums und der Kreativität anstelle von Bürokratie, Vorschriften, Berichtspflichten und Verboten.  

„Veränderung ist möglich, wenn Frankreich und Deutschland stark miteinander statt gegeneinander handeln.“ Friedrich Merz

Unser Europa braucht neue Impulse

Im Namen der CDU macht Friedrich Merz deutlich: „Wir müssen eine neue goldene Ära in den deutsch-französischen Beziehungen anstreben, vorzugsweise mit einer Dosis-Angleichung an Polen als Teil eines „Weimarer Dreiecks.“ Die CDU ist bereit für eine ergebnisorientierte Debatte über die zukunftsweisenden Ideen Macrons und europäischen Wachstumsmotor für zukünftige Generationen.

„Die Zeit zum Handeln ist jetzt.“ Friedrich Merz